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Denzlingen - eine Kleinstadt feiert das Miteinander


Grillen, Picknicken, Spielplatzfeste, ein Wohnzimmerkonzert und noch viel mehr – am Tag der Nachbarn lernen sich Neuzugezogene und Alteingesessene in Denzlingen schnell kennen. Und das Beste ist: Mit 13 Festen bei nur 14.000 Einwohnern ist Denzlingen somit offiziell die nachbarschaftlichste Kleinstadt Deutschlands beim Tag der Nachbarn 2019. Und die Idee dazu? Die kam von Sabine!

Sabine (59) arbeitet in der Denzlinger Gemeindeverwaltung und ist schon seit Februar dabei, den Tag der Nachbarn in ihrer Stadt bekannt zu machen. Einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit ist die Förderung von Nachbarschaftshilfe. Gerade in Denzlingen als Pendlerstadt ist das ein wichtiges Thema, gibt es doch jedes Jahr an die 1.000 Weg- und Zuzüge. „Viele Nachbar*innen kennen sich noch nicht, da sie erst vor kurzem in die Kleinstadt gezogen sind”, sagt Sabine. „Um das zu ändern, passt der Tag der Nachbarn natürlich perfekt.”

Sabine Haupenthal, Foto: privat

Seit Februar macht sie mithilfe des Amtsblatts von Denzlingen, einer Pressekonferenz und den Materialien aus dem Mitmach-Set auf den Aktionstag aufmerksam. So können sich alle Gastgeber*innen in ihrem Büro kostenlos Informationsmaterial ausdrucken. Schnell findet Sabine Mitstreiter*innen, die sie bei der Organisation unterstützen: So zieht Sabine mit mehreren engagierten Helfer*innen aus dem Arbeitskreis „Älter werden in Denzlingen" von Haus zu Haus und verteilt persönlich Einladungen an die Bewohner*innen. Gleichzeitig hängt sie die Plakate aus dem Mitmach-Set an gut sichtbaren Orten auf.

Und nicht nur das: Sabine veranstaltet auch selbst ein Fest – sie stellt ein paar Tische und Stühle raus, spannt den gelben Sonnenschirm auf und dekoriert mit ein paar grünen Luftballons. In ihrem Hinterhof wird gemeinsam gegessen, geplaudert und gelacht, während die Kinder ausgelassen auf der Wiese toben. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – alle Nachbar*innen bringen etwas zu Essen mit. 

Sie selbst ist erst vor knapp zwei Jahren nach Denzlingen gezogen. „Ein bisschen aufgeregt war ich vor dem Fest schon”, sagt Sabine, „weil ich viele meiner Nachbar*innen noch nicht so gut kenne.” Doch sie hat alles im Griff! Mit einer kurzen Vorstellungsrunde wird das Eis gebrochen. Dann wird das Buffet mit Sekt und Wurstsalat eröffnet – „der Kuchen kam nämlich ein bisschen zu spät”, erzählt Sabine lachend.

„Wir hatten so viel Spaß! Und das Fest ging bis in den späten Abend!"

- Sabine aus Denzlingen

Nächstes Jahr noch größer

Am nächsten Tag besucht Sabine alle anderen Gastgeber*innen. Und siehe da: Alle hatten einen tollen Abend! Einige haben sogar bis spät in die Nacht gefeiert, so dass sie noch gar nicht dazu gekommen sind, die Wimpelketten, Stühle und Gläser wieder wegzuräumen.  Warum machen wir das eigentlich nicht öfter?, war häufig die Frage. Die meisten Gastgeber*innen möchten im Sommer sogar direkt das nächste Fest ausrichten. 

Für Sabine war der Tag der Nachbarn ein voller Erfolg. „Es ist schon ein bisschen Arbeit, alles vorzubereiten“, berichtet sie, „aber die Freude und der Dank, den man für die Festorganisation erfährt, sind es absolut wert. Und das Miteinander, das dadurch entsteht, ist unbezahlbar - vor allem für die älteren und teilweise alleinstehenden Nachbar*innen!“ 

Und große Pläne für die Zukunft hat Sabine auch schon: „Ich fände es toll, wenn wir im nächsten Jahr 50 Feste am Tag der Nachbarn in Denzlingen hätten!“ 


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