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Kinderbetreuung in der Coronakrise


Geschlossene Schulen und Kitas stellen gerade viele Eltern vor große Herausforderungen. Expert*innen raten davon ab, Kinder zu den Großeltern in Betreuung zu geben, um diese nicht zu gefährden. Über Social Media Kanäle und Aushänge in Hausfluren bieten deshalb viele Nachbar*innen ihre Unterstützung bei der gutgemeinten Kinderbetreuung an. Worauf dabei geachtet werden muss, haben wir hier zusammengefasst:
 

Nur Einzelbetreuung hilft!

Du möchtest deine Zeit sinnvoll nutzen und Familien entlasten oder bist selbst Elternteil und fragst dich, wie du die Kinderbetreuung am sichersten gestalten kannst?

Das Wichtigste vorweg: Das vorrangige Ziel ist es, die Verbreitung des Virus zu stoppen. Daher sollte Kinderbetreuung derzeit immer in Einzelbetreuung erfolgen, nicht in Gruppen.
Außerdem sollten die Kinderbetreuer*innen nicht rotieren, also mehrere Kinder abwechselnd betreuen.



So bietest du Kinderbetreuung an:

  • Nutze unseren Aushang zur Information deiner Nachbarschaft

  • Stell dich kurz vor: Wer bist du, wie alt bist du?

  • Zu welchen Tageszeiten kannst du auf ein Kind aufpassen?

  • Hast du Erfahrung im Umgang mit Kindern?

  • Wie kann man dich am besten erreichen?

  • Füge gerne ein Bild von dir hinzu, damit Eltern leichter Vertrauen aufbauen können.
     

Ermutige Eltern, sich mit einer persönlichen Nachricht bei dir zu melden. Tauscht nur dort Telefonnummern aus und vereinbart ein erstes Kennenlernen.
 


So findest und informierst du Betreuer*innen für dein Kind:

  • Nutze unseren Aushang für deine Nachbarschaft

  • Wie alt ist dein Kind?

  • Von wann bis wann brauchst du Unterstützung?

  • Hat dein Kind Allergien oder gibt es etwas anderes zu beachten?

  • Was spielt dein Kinder gern, was sind schöne Beschäftigungen?

  • Wie bist du erreichbar, wenn du unterwegs bist?

Ob eine Kinderbetreuung durch Nachbar*innen für jemanden infrage kommt, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Für Alleinerziehende oder Personen, die im Gesundheitssektor tätig sind, kann es in dieser Ausnahmesituation eine große Hilfe sein. Auch in Ergänzung zu den eingerichteten Kinder-Notbetreuungen für bestimmte Berufsgruppen.

 

Wichtig!


Niemand sollte die Situation zu seinem Vorteil nutzen, z.B. durch finanzielle Entschädigung in unangemessener Höhe. Bleibt fair, aufmerksam und solidarisch. Mehr zu dem Thema "Sichere Nachbarschaftshilfe" findest du in diesem Artikel.
Nehmt bitte auch alle Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums zur Hygiene ernst. 

 

Wir wünschen allen Eltern viel Kraft und hoffen, dass wir mit dem Engagement von allen Nachbar*innen einen wertvollen Beitrag in dieser Notsituation leisten können. Danke an alle, die ihre Hilfe bereits anbieten.