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Nachbar*innen rücken zusammen


Als unsere Kollegin Johanna vor ein paar Monaten nach Berlin zog, kannte sie zunächst fast niemanden in der Stadt. Die neue Umgebung, der neue Job, neue Mitbewohner*innen und die Anonymität der Großstadt stellten sie vor bis dahin unbekannte Herausforderungen:

"Ich komme aus einem kleinen Dorf im hessischen Odenwald. Bei uns kennt jede*r jede*n und Nachbarschaft und Gemeinschaft haben einen großen Stellenwert im Zusammenleben auf dem Dorf. Niemanden in meinem Wohnhaus oder meiner Straße zu kennen, ist für mich sehr ungewohnt."

Die Krise bringt uns näher zusammen

Als sich das Coronavirus auch in Deutschland mehr und mehr ausbreitete, war für Johanna sofort klar, dass sie helfen will. Über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de bot sie ihren Nachbar*innen Hilfe beim Einkaufen oder sonstigen Erledigungen an. Außerdem machte sie einen Aushang in ihrem Hausflur, um ihre Unterstützung anzubieten.  

Aushang im Hausflur für Coronahilfe

Johannas Aushang im Hausflur

Hier gibt es Aushänge zum Ausdrucken.

Auf ihre Initiative hin meldeten sich zwei ältere Nachbarinnen bei Johanna und baten sie um Unterstützung im Alltag. Die beiden Frauen wohnen alleine und haben keine Familie in Berlin, zählen aber aufgrund ihres Alters und einiger Vorerkrankungen zur Risikogruppe. Mehrmals pro Woche geht Johanna nun für die beiden Frauen einkaufen, um sie vor dem Risiko einer Infektion zu schützen.

“Für mich ist es keine große Sache, da ich sowieso für mich selbst einkaufen muss. Dabei kaufe ich dann einfach direkt für meine Nachbarinnen mit ein. Außerdem freue ich mich, dass ich so nun einige Menschen, die mit mir im Haus leben, besser kennengelernt habe.”
 

Einkaufen für Nachbarinnen

Johanna beim Einkaufen für ihre Nachbarinnen

Die Helfenden bekommen viel zurück

Nicht nur die neuen Kontakte sind eine große Bereicherung für Johanna. Ihre Nachbarinnen bedanken sich regelmäßig bei ihr mit warmen Worten, großem Dank oder auch einem Stück selbstgebackenem Kuchen.

Leckerer Dank für Nachbarschaftshilfe

Kuchen als Dankeschön für Nachbarschaftshilfe

“Gerade in so unsicheren Zeiten finde ich es besonders wichtig, andere zu unterstützen und Nachbarschaftshilfe zu leisten. Von meinen Nachbarinnen kommt so viel Dankbarkeit zurück, das ist einfach ein gutes Gefühl.”

Konstruktiv durch die Krise

Durch die Coronakrise engagieren sich viele Menschen so wie Johanna in besonderer Weise für ihre Mitmenschen. Es entstehen zahlreiche neue Initiativen und Aktionen, um diejenigen zu unterstützen, die am schwersten von der Krise betroffen sind. Einige Beispiele dafür hat das ZDF in der Dokumentation Plan B aufgegriffen – auch unsere Kollegin Johanna kommt darin vor. 

 

 

 

Wir alle können helfen

Solidarität und Zusammenhalt sind gerade jetzt besonders wichtig. Deshalb haben wir auf unserer Seite viele Tipps und Aktionen gesammelt, wie auch ihr eure Nachbar*innen unterstützen könnt: