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Sichere Nachbarschaftshilfe – darauf solltest du achten


Die Ausbreitung des Coronavirus hat noch einmal mehr gezeigt, wie wichtig lebendige Nachbarschaften für unsere Gesellschaft sind: Nachbar:innen helfen sich beim Einkaufen, bei der Kinderbetreuung und sind füreinander da. Dabei ist es besonders wichtig, dass wir aufeinander und unsere Gesundheit achten. Was für sichere Nachbarschaftshilfe wichtig ist, erfährst du hier.

 

Um unsere Gesundheit zu schützen und das Gesundheitssystem in der Corona-Krise nicht zu überlasten, ist es wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Nimm dir diese Ratschläge zu Herzen, wenn du deinen Nachbar:innen beim Einkaufen oder der Kinderbetreuung hilfst – gerade Personen aus Risikogruppen sowie Menschen, die in systemrelevanten Berufen wie dem Gesundheitssektor arbeiten, gilt es besonders zu schützen und zu entlasten. 

Vorweg: Es sollte selbstverständlich sein, aber: Biete deine Hilfe nur an, wenn du selbst nicht zu einer Risikogruppe gehörst, körperlich fit bist und keinerlei Symptome (Husten, Fieber) zeigst. 

 

Kontakte minimieren

Statt vielen Nachbar:innen einmalig zu helfen, solltest du dir einen Haushalt aussuchen, dem du in nächster Zeit helfen kannst. So verringerst du das Risiko einer Ausbreitung weiter.

 

Grundlagen der Hygiene einhalten

Bei jeder Form der Nachbarschaftshilfe ist es wichtig, die Hygieneempfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums einzuhalten. Auch hier gelten die üblichen Vorkehrungen zum Schutz vor Atemwegserkrankungen:

 

  • Kein Händeschütteln! 

  • Halte 2 Meter Abstand zu anderen Personen mit Symptomen wie Husten oder Fieber

  • Trage einen Mund-Nasen-Schutz nach den offziellen Empfehlungen

  • Wasche dir regelmäßige und ausreichend lange die Hände  (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife)

  • Richtig Husten und Niesen: Nicht in die Hand, am besten in die Armbeuge

  • Halte deine Hände vom Gesicht fern (Schleimhäute in Mund und Nase sowie Augen)

 

Quelle: Bundesgesundheitsministeriums 

 

Sichere Einkaufshilfe

Du gehst für jemanden aus der Nachbarschaft zum Supermarkt oder in die Apotheke? Großartig. Das ist wichtig: 

 

  • Wenn möglich, kaufe nicht zu Stoßzeiten ein, sondern dann, wenn die Geschäfte oder Apotheken weniger voll sind.

  • Sprecht euch vorher per Telefon oder Privatnachricht ab, wie du die Einkäufe übergeben kannst. Ihr könnt beispielsweise einen Zeitpunkt vereinbaren, zu dem du die Einkäufe vor der Tür abstellst.

  • Wenn ihr kein Bargeld übergeben möchtet, könnt ihr die Bezahlung per Überweisung oder Paypal erledigen. 

 

Sichere Kinderbetreuung

Kinder sind zwar keine Risikogruppe, können das Virus aber unbemerkt übertragen und somit ein Risiko für andere Menschen darstellen. Daher ist es auch hier wichtig, Kontakte zu minimieren. Großeltern bzw. ältere Menschen und Risikogruppen sollten den Kontakt zu Kindern unbedingt meiden. 

Du hast gerade keine Uni, dein Abi wurde verschoben oder du musstest dein Geschäft schließen und hast Zeit, dich um ein Kind aus der Nachbarschaft zu kümmern? 

Dann kannst du durch einen Aushang deine Bereitschaft zeigen, Eltern zu entlasten, die z.B. im Gesundheitssektor oder anderen systemrelevanten Berufen arbeiten und gerade dringend gebraucht werden. 

 

Wichtig dabei: 

 

  • Kinderbetreuung sollte immer in Einzelbetreuung erfolgen, nicht in Gruppen.

  • Die Kinderbetreuung sollte nicht rotieren, also mehrere Kinder abwechselnd von einer Person betreut werden. Idealerweise findet sich ein:e “feste:r” Babysitter:in 

 

Wichtig bei allem: Die AHA-Regeln

Egal, auf welche Weise du deine Nachbarschaft unterstützt, zum Schutz von dir und deinen Mitmeschen solltest du dabei immer die AHA-Regeln einhalten:

  • A wie Abstand halten
  • H wie Hygiene
  • A wie Alltagsmaske (bzw. medizinische Maske nach den aktuellen Bestimmungen)

 

Danke, dass du deinen Nachbar:innen hilfst! Dein Engagement ist wichtig. 

 

Weitere Infos:

Information zu SARS CoV 2 bei der Zentrale für gesundheitliche Aufklärung

Solidarität in Zeiten des COVID-19: Wie man richtig hilft 

Robert Koch Institut

Bundesgesundheitsministerium