Nachbarschaftsinitiative gründen

Die Wimpelketten sind abgehängt, die Musik von eurem Fest am Tag der Nachbarn ist verstummt und ihr fragt euch - was nun? Der Kontakt zu euren Nachbarn und das gesellige Miteinander im Viertel sollen nicht wieder einschlafen? Ihr wollt etwas im Viertel bewegen? Dann gründet gemeinsam eine Nachbarschaftsinitiative!

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Eine Nachbarschaftsinitiative, was ist das?

Eine Nachbarschaftsinitiative bezeichnet einen Zusammenschluss von Menschen, die sich für ein bestimmtes Anliegen oder Thema in ihrem Lebensumfeld engagieren wollen. Eine solche Initiative ist der Motor für eine lebendige Nachbarschaft. Eure Gestaltung, eure Ideen und euer Engagement geben dem Stadtteil ein Gesicht!

1Was ist das Ziel?

Vielleicht kennst du schon ein paar Nachbarn, mit denen du eine Initiative gründen willst oder hast sie beim Tag der Nachbarn kennengelernt. Hier einige Überlegungen, die dir beim Start helfen werden:

  • Überlege, was du gerne tust: Organisieren, Handwerken, Menschen zusammenbringen etc.? Wie viel Zeit kannst und möchtest du investieren?
  • Überlege dir, was du dir persönlich von dieser Initiative erhoffst: Neue Bekannte? Weniger Anonymität im Stadtteil? Unterstützung im Alltag?
  • Überlege, wer dich unterstützen kann: Bei der Moderation einer Gruppe, bei der Finanzierung, bei rechtlichen und organisatorischen Belangen, bei der Öffentlichkeitsarbeit?
  • Überlege, wer in Deiner Nachbarschaft noch aktiv ist: Zusammen ist vieles einfacher. Vielleicht gibt es schon Vereine, die ähnliches tun? Gibt es ein Nachbarschaftstreff o.ä., der organisatorische Unterstützung bieten könnte?

2Was ist euer Thema, eure Idee?

Du hast deine Mitstreiter versammelt und nun wollt ihr richtig durchstarten: Was wollt ihr anpacken, was wollt ihr bewegen? Gibt es ein Thema, das euch alle schon länger umtreibt? Dann bringt es zu Papier und überlegt, was die nächsten Schritte sind, wer sich daran beteiligt und wann ihr was angehen wollt.

Beispiel: In Nürnberg hat eine Nachbarschaftsinitiative einen Bücherschrank im Kiez aufgestellt.

3Treffpunkt

Falls erforderlich: Sucht euch einen konkreten Ort, um eure Ideen umzusetzen, z.B. für Kochabende braucht ihr eine Küche, für Handarbeiten eine Werkstatt und für Stammtische einen geselligen Treffpunkt.

4Macht eure Initiative im Viertel bekannt

Nun habt ihr eure Idee, die ihr mit euren Nachbarn teilen wollt: Verbreitet diese Idee und ladet eure Nachbarn zu einem Info- und Kennenlern-Abend ein. Tipps, wie ihr Nachbarn einladen könnt, findet ihr hier. Für die spätere Organisation lohnt es sich, wenn ihr den Prozess laufend dokumentiert, z.B. mit Protokollen und Kontaktlisten.

5Planungsphase

Nach dem Info- und Kennenlernabend könnt ihr anfangen, euer Projekt konkreter zu planen. Ladet eure Mitstreiter zu einem Planungsworkshop ein, wo Idee und Umsetzung konkretisiert werden. Vereinbart in der Gruppe einen Termin, an dem euer Projekt starten soll.

Tipp: Bildet kleine Untergruppen zu Themengebieten. So lässt es sich einfacher und effizienter an diesen Themen arbeiten.

6Kommunikation

Bleibt am Ball! Am wichtigsten ist, dass ihr euch gegenseitig auf dem Laufenden haltet und im Austausch bleibt. Legt fest, wie ihr untereinander kommunizieren wollt: Online (soziale Medien, Messenger-Gruppen, Newsletter, E-Mail-Verteiler etc.) oder offline (Infobrett, regelmäßige Treffen, Workshops etc.)? Findet einen Weg, der es allen Mitgliedern ermöglicht, die neusten Informationen zur Planung zu erfahren. Schafft am besten eine gute Kombination aus online und offline Kommunikation. Los geht’s!

7Weiter wachsen

Wenn eure Initiative über eine längere Zeit besteht und neue Ideen und Projekt dazu kommen, kann es Zeit werden über die Gründung eines Vereins nachzudenken. Und spätestens, wenn eure Initiative ein eigenes Konto braucht, um Finanzen transparent zu verwalten, ist es Zeit dazu. Oder ihr könnt einen bestehenden Nachbarschaftsverein gewinnen, für euch die Finanzverwaltung zu übernehmen – das haben z.B. viele Berliner Nachbarschaftshäuser für Initiativen aus der Flüchtlingsarbeit getan.

Eine Vereinsgründung ist gar nicht so schwierig wie es scheint – ein wenig Verwaltung und Formales gehört dazu, aber dann ist es auch schon geschafft und ihr könnte nachhaltiger und transparenter an eurer Sache bleiben.

Auch interessant:

→ Ämterlexikon

Nützliche Links:

Gebietsbetreuung / Stadterneuerung Wien: www.gbstern.at/home

DIY Anleitung für Nachbarschaften: Download www.gbstern.at/projekte-und-aktivitaeten/diy-stadtanleitung/

Für die Vereinsgründung: Wegweiser Bürgergesellschaft, Stiftung Mitarbeit, www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/

Für Erfahrungsaustausch und Qualifizierung: VskA // Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V.: www.vska.de

Für Nachbarschaftsinitiativen, die Immobilien nutzen (wollen): Montag Stiftung www.neue-nachbarschaft.de/


Autor:

Gebietsbetreuung / Stadterneuerung Wien

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